Als Zuschauer dabei!


 

Wir stürzten uns am Sonntag, den 13. mal wieder ins Gewühl.

Fuhren zum Rheinland-Pfalz-Tag-Umzug 2010 in Neustadt Weinstraße.

Praktisch war, dass man außerhalb von Neustadt parken konnte und mit dem Shuttle in die Stadt gebracht wurde. Nur der Preis 5 € war doch ein bisschen hoch, finde ich…..und leider der Shuttle auch voll wie eine Ölsardinenbüchse.

Musste die ganze Zeit stehen. Ein wenig neidisch schielte ich immer auf die jungen Leute, die bequem saßen und Kaugummiblasen floppen ließen, konnte da gar nicht hinsehen…eklig.

Dabei kam mir der Gedanke an meine Jugend, in der ich zwar nicht soo gerne, aber doch für ältere Leute aufstand….wir wurden damals noch so erzogen.

Na ja, so wirklich alt fühle ich mich ja noch nicht, nur eben wenn sich die Knochen, im Bus stehend und durch das Gerüttel, bemerkbar machen. Zudem ich noch bangen musste, dass ich den Ellenbogen von dem vor mir stehenden, ziemlich  großen jungen Mann vielleicht irgendwann durch eine Unachtsamkeit ins Gesicht gedrückt bekommen würde.

Die Zeiten haben sich halt gewandelt, musste früher immer in Bus und Bahn stehen und als Greisin wahrscheinlich auch noch.

Obwohl ich mich in Neustadt einigermaßen auskenne, war es gestern nicht so einfach sich zurecht zu finden. Die Menschenmengen und die vielen aufgebauten Stände versperrten mir, die ich unter 1,60 m bin, fast total die Sicht. Selbst Göga, doch etliche cm größer, hatte seine Probleme. Aber irgendwie, mehr oder weniger durch Zufall, fanden wir ein gutes Plätzchen zum Essen und Trinken und später auch eine Stelle, an der ich wunderbar den Festumzug sehen und endlos knipsen konnte….190 Fotos… ich weiß, ich bin verrückt Augen rollendes Smiley!

Meine persönlichen Umzugs-Highlights waren die Stelzenmenschen, die den ganzen Umzug lang auf ihren Stelzen liefen, die schönen Kostüme von anno dunnemals und die Rebläuse. Aber auch die blumengeschmückten Festwagen.

  

 

Der SWR war auch Live dabei.

Hier mit der bekannten Moderatorin Judith Kaufmann.

LG Gisela

 http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=6497608/lv6c92/index.html

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2 Antworten zu Als Zuschauer dabei!

  1. Peter schreibt:

    Für einen älteren aufstehen? Vielleicht sogar im Kaufhaus die Tür aufhalten, wenn jeman vollbepackt oder im Rollstuhl sitzend vor einem her geht bzw. fährt? Ach Gott, ist doch alles eine Erziehungssache. Und wenn ich mir die Eltern der Kinder anschau, dann weiss ich woher es kommt. Meine Mutter und meine Großeltern haben mich „erzogen“. „Nimm die Füsse vom Sitz runter“, wurde ich angeblafft, wenn ich die Füsse damals noch in der „elektrischen“ mal auf die gegenüberliegenden Sitze legen wollte. Der Sinn dahinter ist einleuchtend: Hatte man Schmutz an den Schuhen, wurde der erst in den Sitz gerieben, und dann in die Klamotten desjenigen, der sich anschliessend dort hin setzte. Nicht so doll für das Erscheinungsbild des ‚Opfers‘, wenn man vorher in einen Hundehaufen getreten war. Aber wenn ich mir heute die Erziehung anschaue, graust’s mir. Die Eltern sind zum teil völlig überfordert, machen sich um des lieben Frieden willens zum Sklaven ihrer Kinder.
    Ich denke, dies liegt an der heutigen Familienstruktur. Ich kenne es noch, dass 3 und 4 Generation unter einem Dach leben. Da haben die Großeltern den Eltern beigebracht, wie Erziehung funktioniert, die es später wieder weiter gegeben haben..
    Seitdem die Multi-Generations-Familien ausgestorben sind, fehlt dieser „Erziehungsratgeber“. Dafür streiten sich Psychologen um die Wette, ob Kinder geschlagen werden dürfen, ob Sie geistigen Schaden nehmen, wenn sie ausgeschimpft werden, usw. Die Folge ist, dass Erziehung dieses Wort nicht mehr verdient.
    Das Ergebnis sehen wir auf den Strassen und im öffentlichen Personennahverkehr. Egoistische kleine Miststücke, denen jedes Benehmen fehlt.
    DANKE LIEBE ERZIEHUNGSWISSENSCHAFTLER!

  2. Gisela D schreibt:

    Aus beruflicher und auch aus eigener Erfahrung als Mutter und Oma weiß ich, dass Erziehung eine der schwierigsten Angelegenheit ist. Erzhiehungswissenschaftler hin und her, es gibt da keine Norm und jedes Kind ist individuell. Die einen pflegeleicht und andere widerum schwierig bis sehr schwierig. Aber ich finde, die meisten Eltern machen es sich heutzutage zu leicht. Seit der Generation der antiautoritären Erziehung ist vieles aus den Fugen geraten. Es geht einfach nicht ohne Erziehung, alles andere fällt unter „bequem“ und es wird in dem Fall für die Eltern dann irgendwann mal sehr unbequem ;).
    Man schaut sich nur als Beispiel die Tierwelt an. Da bekommt das kleine, junge Kätzchen auch schon mal eins von seiner Mama mit den Pfoten gewatscht.
    Muss ja nicht gleich geschlagen werden, doch so ein kleiner Klaps, wie bei uns früher, hatte auch keine Spätfolgen, oder?. Vieles geht auch mit Auf- und Erklären und dem Beantworten des „Warum“.
    Jedenfalls hatte uns die strengere Erziehung nicht geschadet, aus heutiger Sicht gesehen.
    Was aus der schlecht-bzw. gar nicht erzogenen Generation wird und geworden ist, kann man ja nun schon ganz gut erkennen und ich muss sagen, diese bequemen Eltern tun mir überhaupt nicht leid!
    Sagt man doch: „Ein Jeder ist seines Glückes Schmied“.
    LG Gisela

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