Wie die Zeit vergeht


Es ist erschreckend, wie die Zeit rast. Das sieht man immer wieder an den Kindern und Enkelkindern.

Mein ältester Enkel wurde gestern 15 . Er hat mit 182 cm schon fast die Größe seines Vaters erreicht und ich muss inzwischen sehr hoch schauen um ihn anzusehen. Mein Wachstum geht nach unten, seins nach oben….. leider, leider der Lauf der Zeit.

Gerne hätte ich ein Geburtstagsbild von ihm hier reingesetzt, denn er ist ein Hübscher und ich machte natürlich ein paar schöne Fotos. Aber Tochter möchte das nicht….zu gefährlich, meint sie, weil öffentlich.

Hat sie ja irgendwie recht, denn man weiß nie, wer sich so alles in der Internetwelt rumtreibt.

Jan, so heißt er, sehr passend zur Größe….”der lange Jan….” lud am Nachmittag 4 Freunde ein, mit denen er 3 ganze  Kuchen und Torten verspeiste. Wahnsinn!

Am Abend wurden Opa und Oma dann beim Italiener zum Essen eingeladen, da er zwischen Kaffee und Abendessen Tanzkursus hatte…. später auch mit uns den Großeltern, ein wenig gefeiert werden sollte.

War richtig nett! Der Italiener gab sich große Mühe mit ausgewählten Speisen und ein paar Extras für die Kinder, wie zum Beispiel Eis und Gummibärchen auf Kosten des Hauses, wie auch ein kleines Getränk. Aber was sag ich denn, ist man mit 15 noch ein Kind? Wir früher fühlten uns mit 15 schon sehr erwachsen und viele waren in dem Alter schon in der Lehre.

Jans Geburtstag 013 Bild: Gegrillter Tintenfisch beim “Italiener”

In Richtung Lehre und Arbeit hat sich im Laufe der Zeit allerdings etliches ins spätere Jugendalter verlagert. Dagegen aber Frühreife in Hinblick auf Drogen und Sexualität.

Ganz oft habe ich den Eindruck, dass simpelstes Allgemeinwissen große Rückschritte, gemacht hat, trotz  langer Ausbildungs- und Schulzeiten, oder vielleicht gerade deshalb?

Die Sprache ist karg und einseitig, so wie bei Entzückungsausrufen nur das Wort “geil” in affigen Steigerungsformen zu hören ist. Aber vielleicht sehe ich das nun jetzt nur aus den Augen einer Seniorin, wie auch unsere Großeltern früher vieles an der damaligen Jugend befremdlich fanden?

Ach übrigens, im Laufe unser gestrigen Unterhaltung, gerade so über Wandel der Zeit und Sprache, erzählte mein Göga, dass er kürzlich an einer Gruppe Jugendlicher vorbei ging, die ihm zuriefen: “Hey “Töti”, wie spät ist es?” Wir rätselten, was das Wort “Töti” nun heißen sollte. Doch da waren selbst unsere Enkel überfragt.

Nichtsdestotrotz, die eigenen Kinder  wie auch Enkelkinder werden für Eltern und Großeltern immer Kinder bleiben, selbst wenn sie in den Himmel wachsen, wir immer höher schauen müssen, sie über  50 oder älter werden, sie eine völlig andere Entwicklung, Sprache und was sonst noch haben als wir, wir lieben  sie so wie sie sind und das ist gut so.

An solchen Familien-Feiertagen, wie wir ihn gestern hatten, wird einem aber eins besonders bewusst: “Die Zeit vergeht so erschreckend schnell, sie fliegt regelrecht dahin und viele Dinge und Ansichten verändern sich sooo gewaltig”.

Jans Geburtstag 017 Bild: Die Maus vom jüngsten Enkel, die ich unbedingt streicheln sollte, es aber nur ganz ungern und zaghaft tat *grusel*

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Eine Antwort zu Wie die Zeit vergeht

  1. Gisela schreibt:

    „Nu isses aus mit der Maus“….die Maus ist tot, einfach so. Svenni hat sie im Garten begraben, sie bekam sogar ein extra großes Kreuz. Er trägt es mit Fassung.
    LG Gisela

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