Zum Holocaust Gedenktag


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Selbstporträt im Versteck

Selbstporträt im Versteck
Felix Nussbaum (1904-1944)

(Der NS Völkermord.)

Eigentlich habe ich mich mit Geschichte und Politik äußerst selten und ungern befasst.

Vor allem die Geschehnisse des  2. Weltkrieges habe ich oft verdrängt, nicht zuletzt, weil ich meinen Vater im Krieg verlor, (er fiel in Rumänien, auf dem Rückzug von Russland) habe ihn deshalb nie kennengelernt.

Er war nur ein einfacher Soldat und wie ich aus seinen Tagebüchern entnehme, auch nur, weil er wie jeder junge, gesunde Mann zu der Zeit irgendwann an die Front musste. Von der Verfolgung der Juden war in seinen Tagebüchern nie die Rede und ich denke, die meisten wussten auch damals nicht wirklich etwas darüber. Auch meine Mutter und die Großeltern versicherten es mir sehr oft.

Aber es geschah, vielleicht ahnten einige etwas und getrauten sich nicht zu reden, sich zu wehren, den Verfolgten zu helfen. Die meisten versuchten vielleicht sich, ihre Familie und ihre eigene Haut zu retten. Doch es gab auch andere, Leute die halfen, versteckten und ihr Leben riskierten. Dann wieder die, die diese schrecklichen Dinge, von denen wir heute wissen, ausführten.

Heute ist Gedenktag an den Holocaust, dazu entnommene Worte aus Wikipedia:

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

LG Gisela

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2 Antworten zu Zum Holocaust Gedenktag

  1. Synapse schreibt:

    Schön, dass auch du dazu Stellung genommen hast. Ich habe von meiner Oma auch viele und schreckliche Dinge erfahren. Mehr dazu heute Abend, denn ich muss erst einmal los. Danke für deinen Blog und deine Stärke, darüber zu schreiben. Mandy
    Leider habe ich gar keine Mail über diesen Blog bekommen.

  2. theofriedrich schreibt:

    Hallo Gisela,
    wahre Worte. Insbesondere das Zitat aus Wikipedia sollte uns deutlich machen, daß der Firnis der Zivilisation extrem dünn ist und solche Verbrechen und Greuel jederzeit wieder geschehen können. Insbesondere aktuelle verbale Umtriebe belegen Brechts „Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch“
    LG Theo F.

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